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Fotografie - im Blickwinkel
Bernd P. van HebelPortrait und Interview mit dem Foto-Künstler
Bernd P. van Hebel

Nun sitzt er mir gegenüber im Cron & Lanz in Göttingen, dem besten Café der Welt.
Warum erinnert er mich an Harry Potter? - Vielleicht sind es die ausdrucksstarken Augen, die mich freundlich und offen durch die Brille anschauen. Konzentriert und aufmerksam antwortet er auf meine Fragen. Redet schnell und viel, so dass ich mit meiner Schreiberei kaum mitkomme. Trinkt zwischendurch Tee, ich Kaffee.
Er hat sich gut vorbereitet, Fotos zur Ansicht mitgebracht, ein paar von ihm verfasste Texte, Presse-Artikel.


Beeindruckend für sein jugendliches Alter ist seine Lebensformel:
[ME=Ex²] - "die Menschlichkeit ist die Existenz zum Quadrat". Das hebt uns Menschen von der Natur ab - Ecken, Geraden und Winkel weit und breit -"
Bernd P. van Hebel wurde zwei Jahre vor der Zusammenlegung der beiden deutschen Länder in Thüringen geboren, lebt nun in Osterode.

Seine Website:  www.becode.de



Fotos zum Vergrößern anklicken!

Bernd Hebel - Anarchie

Anarchie am Bahnübergang

Dieses Schild ist an einem Trampel- pfad über die Bahngleise angebracht, es ist zugewachsen, im Winter steht es frei und rostet vor sich hin.
ÜBERSCHREITEN DER

BAHNGLEISE VERBOTEN!

Bernd Hebel - Stacheldraht

Stacheldraht am Gartenzaun

in einer „Strebergarten- Siedlung“ am Bahndamm in Osterode am Harz.  Der Zaun ist alt, morsch, kaputt, moosig, der Stacheldraht am Kopf rostig, bröselig. Sommer 2004 um 7:45 Uhr fotografiert  auf  dem Schulweg. Manipuliert, mit Wasser besprüht und einige Drahtenden passend dazugelegt.
Ausstellung 2006: GRENZWEG
Kunst im Kuhstall,
Badenhausen

Okertalsperre im Ober-Harz

Okertalsperre im Oberharz

Im JANUAR 2005 Sonntag- nachmittag, Wanderausflug.
Die Farben sind sehr intensiv für einen Wintertag, es war sehr kalt aber in der Sonne warm. Dieser Stausee hat eine Legende: Alt Schulenberg! ... Brückenpfahl in der Landschaft „passt“ in das Bild. Schatten spiegelt im Wasser, wo ist oben wo ist unten?


Bernd van Hebel - Spiegelung


Straße in Cesenatico
Italien


Bild auf dem Spuren eines
Fotografen des 20 Jahrhunderts

Er hatte ähnliche Motive, die mich sehr inspirierten. Ahmte diesem Blick auf den Verkehrsspiegel in ein Privatgrundstück nach.
Sehen Menschen diesen Bildwinkel ohne meine Hilfe?

Straßenschild im Prenzlauer Berg

 
Straßenschild im Prenzlauer Berg - Berlin 2005

Finde es interessant, wie man Pfosten als Pinwand benutzen kann.
Das Bild ist in einer Großstadt alltäglich, an jeder Ecke. Aber für Bürger einer Kleinstadt, wo dies verboten und verfolgt wird! Sehr Exotisch. Ich beneide diese Freiheit, die nur an Schwarzen Brettern in Kaufhäusern oder an freien privaten (erlaubten) Plätzen erlaubt ist.
Sehr Kunstvoll. Kulturprodukt Großstadt.

Lara Legano


Bernd P. van Hebel













Lara Legano

Bernd P. van Hebel



Lara Legano

Bernd P. van Hebel





Lara Legano

Bernd P. van Hebel









Lara Legano


Bernd P. van Hebel





Lara Legano

Bernd P. van Hebel


Lara Legano

Bernd P. van Hebel


















Lara Legano




Bernd P. van Hebel



Lara Legano


Bernd P. van Hebel















Lara Legano
Bernd, du bist freischaffender Fotokünstler. Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Weil ich schon immer gern fotografiert habe. Fotografieren ist für mich die Möglichkeit, mich mit der Gesellschaft und deren Probleme auseinander zu setzen, das ist sehr wichtig. Nur so lebt man das Leben richtig. Schauen Sie sich mal die Tagesthemen an. Wenn man alle negativen Themen addiert, verliert man fast den Verstand. Ich liebe alle Menschen und möchte mit dazu beitragen, dass die Welt ein wenig lebenswerter wird.

Mein Motto: "... sehe wie ein Bild lebt... mache was aus Bildern, sehe wie bedeutend Fotografie für Menschen ist, sehe Foto, sehe meine Vision, sehe mein Leben, sehe mich, sehe die Kunst, die es schafft, lass dich inspirieren von meinem Fotostil..."


Kannst du davon deinen Lebensunterhalt bestreiten?

Noch nicht. Zur Zeit besuche ich die Fachschule für Sozial-Assistent um als Sozial-Assistent zu arbeiten.  In dem Beruf kann ich meine Fähigkeiten anbringen und weiter entwickeln.

Wann und wo kann man deine Arbeiten ansehen und erwerben?

Vorwiegend im Internet auf meiner Website. Es gab Ausstellungen in der Galerie "Kunst im Kuhstall" und im Ratskeller von Osterode.
Mein erstes Geld habe ich mit einer kleinen Foto-Reportage bei der Bundeswehr verdient. Einen Tag lang habe ich die Soldaten im Gelände mit der Kamera begleitet.

Welches Foto liegt dir besonders am Herzen?

Das Foto "Anarchie am Bahnübergang".
Dieses Verbots-Schild an einem Trampelpfad, verrostet, von irgend jemanden übermalt mit dem Anarchiezeichen.
Damit habe ich mich beim Schreib- und Fotowettbewerb des Deutschen Bundesjugendring beworben und landete unter den ersten Plätzen.
Ich habe mir aus den Preisen den Besuch bei der ZDF-Sendung "heute-journal" ausgesucht: Claus Kleber hat mir alles erklärt und mich durch die Redaktion geführt, das war sehr spannend.

Du hast eine neue Kunstrichtung erschaffen, die du "Abstraktimpuls" nennst. Was ist Abstraktimpuls?

Das Wort ist zusammengesetzt aus Abstrakt und Impuls (im Puls), damit ist der Akt zwischen Abstrakt im Puls haben und zweitens: Abstrakt als Aufruf (Impuls) zu neuen Kunstideen gemeint.
Komme aus deinen Träumen heraus und drücke sie aus! Deine Phantasie steht dir offen, sich zu outen. Ich mag Wortspielereien.

Was ist daran neu?

Fotografisches Arbeiten, losgelöst von Formen und Regeln. Hundertwasser hat auf ähnliche Art experimentiert.

Welche Materialien benutzt du?

Foto-Papier, nicht das Papier, welches zum Foto drucken benutzt wird sondern Bayrith, PE-Papier, das als Trägermaterial für Foto-Positive dient.  Auch Gradationswandelpapier genannt.

Bernd van Hebel bei der Arbeit

Doch es ist fast jedes Material für fotografische Experimente geeignet.
Ich arbeite mit Holz, Ton, Pack-Papier, Butterbrot-Papier, Kupfer, Draht, Sackleinen und so weiter.

 FOTO: P. BORDFELD, OSTERODE



Auf deiner Website habe ich entdeckt, dass du dich in deinem Heimatort Osterode auch sozial engagierst. U. a. durch einen Foto-Workshop am Ferienpass 2005, 2006 von Osterode.

Welche Erfahrungen hast du gesammelt?

Die Beteiligung war gut und es hat mir Spaß gebracht, mit den Kindern zu arbeiten. Es gab allerdings ein paar Probleme, da fühlte ich mich allein gelassen.

Du hast ein Ideen-Konzept entwickelt für "Europas-Jugend- Theatersommer 2008". Liegen schon Anmeldungen vor?

Das soll ein internationaler Jugendtreff werden zum Abbau von Ausländerhass und Rassismus, kulturelles Leben kennen lernen, Aufbau von Freundschaften. Es können Jugendliche von 15 - 25 Jahren aus verschiedenen Städten Europas daran teilnehmen.
Wir treffen uns an Orten, wie Marktplatz, Parks, "Jugendplätzen", und spielen und führen Intros (Performances), Improvisations- Theaterstücke auf. Die Jugendliche reisen von Teilnehmerort zu Teilnehmerort, begrüßen die neuen Teilnehmer, und "verabschieden" evt. die "alten" Teilnehmer, mit diesen Theaterstücken, die sie während der Fahrt planen können. Sie sollen das kulturelle Leben, in diesem Land, in dieser Region kennen lernen und mit Jugendlichen ins Gespräch kommen. Ihre Ängste und Vorurteile abzubauen lernen.
Bisher liegen noch keine Anmeldungen vor, aber es ist ja noch Zeit.
Würde mich sehr auf eine Unterstützung freuen von Menschen die helfen, Jugendliche, Firmen, Vereine...

Dann wünsche ich dir, dass du deine interessanten Projekte vertiefen und weiter entwickeln kannst. - Vielen Dank für das Interview.








  
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