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Macht und Ohnmacht

Pro und Kontra Book-on-Demand

Schriftsteller hochgelobt
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Literatur: Macht und Ohnmacht


Pro und Kontra: Book-on-Demand (Buch auf Bestellung)
Book-on-Demand bietet sich für Bücher an, die in kleinen Auflagen hergestellt werden sollen. Bei Bedarf kann jederzeit nachgedruckt werden. Dieses Verfahren ist besonders geeignet für unbekannte Autoren, deren  Erfolg schlecht kalkulierbar ist. Auch vergriffene Werke sowie Fach- und Sachbücher, die aufgrund sehr spezieller Fachgebiete nur für kleinere Auflagen geignet sind, können auf diese Weise kostengünstig hergestellt werden.

Bekannte Autoren versuchen über Book-on-Demand sich einen beträchtlichen finanziellen Vorteil zu schaffen. Für ein Buch, das über einen Verlag läuft, erhält ein Autor die verlagsüblichen Prozentsätze. Er verdient aber 30 - 50 % wenn er es selbst verkauft.

Bücher, die  über Book-on-Demand hergestellt werden, haben jedoch einen zweifelhaften Ruf, weil ihnen die Qualitätskontrolle, wie sie verlagsüblich ist, fehlt. Der Buchhandel springt daher nicht sonderlich auf BoD an.

Unbekannte Autoren, wie Sebastian Fuckert, die voller Leidenschaft und mit Talent schreiben, bringen dadurch Bücher auf den Markt, denen die orthografische Korrektur fehlt, deren Titel vielleicht prägnanter sein könnte. Nur wenige Autoren schaffen es auf diesem Wege bekannt zu werden oder sogar von einem Verleger entdeckt zu werden. BoD hat jedoch eine Marktlücke entdeckt und verdient sich auf Kosten ahnungsloser Möchte-gern-Schriftsteller, dumm und dusselig.

Die Verlage haben den Anschluss verpasst und damit die Möglichkeit, neue, talentierte Autoren zu publizieren. - Mein Wunsch an die Verlage: Stellt mehr Lektoren an, erweitert euer Programm und geht auch mal ein Risiko ein.
Nach welchen Kriterien werden Schriftsteller und ihre Werke beurteilt?
Welche Bücher werden gelesen?
Auf der Liste der besten Bücher der Welt stehen gerade mal 4 Schriftsteller, die den Nobelpreis für Literatur erhalten haben: Thomas Mann, Günther Grass, Ernest Hemingway und Albert Camus.
Der Nobelpreis wird erst seit 1901 verliehen. Etliche Bücher auf dieser Liste sind jedoch einige hundert Jahre alt "Tausend und eine Nacht", das "Decameron" und so kann nur ein subjektives Bild entstehen, inwiefern sich ein Literatur-Preis auf die Aufnahme in diese Liste auswirkt und doch spiegelt sie wider, dass es da noch andere Kriterien gibt, nach denen Bücher beurteilt und gelesen werden.

Das beste Buch der Welt ist Don Quixote, die Geschichte des "Ritters von der traurigen Gestalt" von Miguel de Cervantes Saavedra.

Zu der Abstimmung hatten das Nobel-Institut und norwegische Buchclubs aufgerufen. Unter den Autoren, die ihre Stimme abgaben, waren V. S. Naipaul, Siegfried Lenz, Cees Nooteboom, Salman Rushdie, Wole Soyinka, Christa Wolf, Paul Auster und Milan Kundera.  Die 100 Bücher mit den meisten Stimmen sind in einer  Weltbibliothek  zusammengestellt worden.

Viele dieser Bücher sind Märchen und Erzählungen, die über Jahrhunderte durch ihren einzigartigen Charme bezaubern. Wie würden sie heute von Literatur-Kritikern beurteilt werden?

Wie werden wir bei der Auswahl der Bücher beeinflusst?
Reclam Leipzig 1830Es könnte die Vorliebe für ein bestimmtes Genre, einen lieb gewonnenen Schriftsteller sein. Seit es Bestseller-Listen gibt, verlassen wir uns nur allzugern aus Bequemlichkeit auf diese Art der Vor-Auswahl und erhöhen damit das Bestseller-Ranking, die Verkaufszahlen steigen unabhängig davon, ob dieser "Bestseller" tatsächlich unserem individuellen Lesegeschmack entspricht. Erfolgversprechender ist da wohl die Mund-zu-Mund-Propaganda: "... läßt du dir einen Bart wachsen?" - "Nein, kam nicht zum rasieren, dieses Buch ..."

Alles nur eine Frage der Perspektive!
Bibliotheken - demnächst
Schon die Ägypter im 3. Jahrhundert v. Chr. schrieben auf Papyrusrollen und bewahrten sie auf. Die ersten großen "Bücher"- Sammlungen entstanden um 1866 v. Chr.  In den Ruinen von Assyrien und Babylonien wurden Tafeln und Zylinder mit Schriftzeichen entdeckt. Auch sie sind Überreste einer Art von Bibliotheken. Besonders erwähnenswert ist die Bibliothek von Alexandria, sie galt in der hellenistischen Zeit als die größte Sammlung von Schriften der antiken Welt.

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