


|

|
 |
Lyrik: Die
zweitschönste Nebensache der Welt
|
Die Sonne und
der Mond
Die Sonne liebt den Mond
sie strahlt ihr Glück
hinaus
sie will dass er sie liebt
sie will dass er sie sieht
Der Mond fühlt sich
zu rund
er denkt er sei ein
Schatten
nicht wert dass man ihn
sieht
so staubig ungeliebt
Die Sonne brennt vor
Schmerz
sie denkt ihm fehlt das
Herz
Oh Mond siehst du mich
nicht
sie brüllt, er
hört sie nicht
Der Mond nimmt langsam ab
wird kleiner und ganz matt
wer wollte mich schon haben
die Nacht soll mich
begraben
Die Sonne sendet Funken
sie solln den Mond
entzünden
er macht mich ganz
betrunken
doch scheint mich nicht zu
finden
So drehn sie sich im Kreis
der eine kalt die andre
heiß
und können sich nicht
verbinden
auf ewiglich gefangen
in
Rotation und Dunkelheit
Wie sinnlos auch diese
Liebe scheint
sie doch den Menschen
Glück verleiht:
So lang die Sonn wird
bangen
sie uns erfüllt mit
Wärme
So lang der Mond bleich
angestrahlt
er uns beglückt des
Nachts
Wo Lieb’ entsteht ist
Schmerz nicht weit
doch bringn die Strahlen
Helligkeit
|
Mirja
Lendt
schreibt: "Liedtexte, Gedichte,
Kurzgeschichten, wirre Gedanken, schwirre Gedanken, girre Schedanken,
irre Edanken."
|
Gefangene
|
Da
bist du nun in deiner
Welt
Kein
Sonnenstrahl verweilt
in ihr
Die
Mauer dicht, die
niemals fällt
Kein
Fenster, Tür,
kein Ort für wir
Stein
für Stein
erbaute sie sich
Einst
konntest du fliehen,
diese zeit verrann
Schwere
Glocke schloss
sich über dich
Du
hast verloren der
Schatten gewann
Ich
erkenne nicht den
Mensch hinter den Ziegeln
Die
Augen trüb, von
Nebel durchtränkt
Scheint
nicht dass sie
deine Seele widerspiegeln
Wer
bist du nun, was hat
sich eingehängt?
Du
atmest, sprichst, man
sieht es kaum
Nur
wer dich kennt sah den
Wandel, dein Geist
Wie
er langsam verging in
weitem Raum
Ein
Stück
zurückließ das nicht mehr viel verheißt
Ich
werde nicht weinen,
keine Träne dafür
Reiche
dir die Hand auch
wenn’s dir nicht bewusst
Suche,
werde finden die
heilige Tür
Bete
für Kraft, auf
die Stirn ein Kuss
|

|
|