

Hindufest in
Chandigarh

Der
Generalsekretär des Hindu-Forums, Ramesh Kallidai erklärte:
„Wir haben uns
entschieden das Hakenkreuz zurückzufordern“. Kallidai
über
die
Tradition des Hakenkreuzes: „Seit 5000 Jahren wirbt es für das
Leben. Es bringt Glück und bewahrt
vor Unheil. … Sie finden das
Symbol auf Haustüren, Hochzeitskarten und Heiligenbildern.”
Darüber hinaus sagte der Hindu-Generalsekretär,
daß man in seiner Heimat Babys nach dem ersten Schneiden
der
Haare ein Hakenkreuz auf den Kopf male, daß sie vor Unglück
beschützen soll.
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| Das bewegt
ganz Deutschland |

Ein
Versandhändler von Anti-Nazi-Artikeln wurde wegen Verwendung
von Nazi-Symbolen in Stuttgart verurteilt.
Justizministerin Zypries meint, dass das Strafgesetz daraufhin
geändert werden müsse.
Auch Grünen-Chefin Claudia Roth fordert eine Änderung des
Strafgesetzbuches. Die Staatsanwaltschaft Berlin und das
Landgericht Tübingen will durchgestrichene oder auf andere Weise
entstellte Hakenkreuze, die eindeutig als Anti-Nazi-Zeichen zu
verstehen sind, nicht verfolgen.
In vielen Zeitungen und Zeitschriften wird darüber berichtet.
Hier der Artikel im: Spiegel Online
siehe auch: Durchgestrichenes Hakenkreuz:
Wenn die Sicherung knallt beim Staatsanwalt
News-Beitrag auf stattweb.de |
Göttingen:
Anti-Nazi-Symbole erlaubt! Am
Sonnabend, dem 28. Oktober 2006 findet bereits zum dritten Mal in
diesem
Jahr eine geplante Kundgebung von NPD-Anhängern statt. Viele
Gegendemonstranten werden mit Aufnähern, Buttons, Transparenten
mit durchgestrichenen oder karikierten Hakenkreuzen ihre Gegnerschaft
zum Ausdruck bringen.
Die Göttinger
Staatsanwaltschaft hat sich rechtzeitig dafür
entschieden, dass derlei Symbole nicht verboten werden und weist auf
die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes hin. Heimgärtner sagte,
Zweck der Vorschrift sei, die Verherrlichung des Nationalsozialismus zu
verhindern. Symbole wie durchgestrichene Hakenkreuze seien der
erkennbare Ausdruck einer Gegnerschaft |
Kommentar:
Es
ist menschlich
nicht nachzuvollziehen, dass ein Händler wegen Anti-Nazi-Symbolen
verurteilt wird.
Werden vor Gericht gute Absichten nicht mehr anerkannt? Wäre es
nicht möglich gewesen, den Händler zunächst darauf
aufmerksam zu machen, dass er gegen geltendes Recht verstößt?
Es gibt inzwischen viele Jugendliche und auch ältere Menschen, die
bewusst mit Anti-Nazi-Symbolen und Buttons gegen Rechtsradikalismus
demonstrieren. Werden Sie demnächst auch verurteilt? Nun ja, das
Gericht betont "...massenhafter Vertrieb von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen..." Doch wie schnell kann sich da
etwas ändern.
Mir ist unbehaglich, es entsteht der Eindruck, dass Rechtsradikale mit
Samt-Handschuhen angefasst und ihre Neonazi-Moden unbehelligt verkaufen
können, während Antifaschisten kriminalisiert werden. ...und
ich wünschte, ich könnte vor Gericht ziehen, damit ich mich
an den Anblick Rechtsradikaler nicht gewöhne.
Ich
verstehe den Hintergrund des Urteils. Nazi-Symbole, auch
durchgestrichen oder karikiert sind letztendlich Werbung und sollten
daher auf keinen Fall kreiiert werden.
Besser
wären Symbole, Logos und Schriftzüge, die unsere
positive, humane Ideologie demonstrieren.
La.L
Am 15. März 2007 hob der 3. Strafsenat des BGH die Verurteilung
des
schwäbischen Versandhändlers wegen des Verwendens von
Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen durch Freispruch auf. Dies bedeutet,
dass in Deutschland die rechtliche Lage geklärt ist und somit das
Tragen von antifaschistischen Symbolen erlaubt ist. |
| Sollte
das
Hakenkreuz aus unserer Gesellschaft verbannt werden? |
Kommentar:
Als erstes stellt sich mir die Frage ob man überhaupt etwas aus
einem kollektiven Gedächtnis, wie dem der menschlichen Geschichte
verbannen kann? Ist es möglich Symbole, wie das Hakenkreuz in
Vergessenheit geraten zu lassen?
Dieses Hakenkreuz, das
schon seit Jahrhunderten eine Rolle im
menschlichen Leben spielt,
einfach
„wegwischen“?
Schon bei den indogermanischen Völkern
spielte
dieses
Symbol, ein Kreuz, dessen Enden rechtwinklig umgebogen sind und
entweder als Sinnbild der Sonne oder als zwei sich kreuzende Blitze
gedeutet wurde, eine wichtige Rolle. Doch nicht nur in der
vorchristlichen Zeit wurde dieses Zeichen verwendet, auch in der
christlichen Kunst des Mittelalters besaß es in Form des
Ornamentes Einfluss. Ein Glückssymbol war es. Ein Symbol der
positiven Lebensenergie. Erst durch die Nationalsozialisten, die das
Hakenkreuz 1919 übernahmen und es von 1935 bis 1945 auf die
deutsche Reichsflagge degradierten, wurde
das Gute in ein Zeichen des Bösen verwandelt. Beschmutzt durch die
Gräueltaten des Dritten Reiches, ist das Hakenkreuz heute nur noch
ein Schatten seiner Selbst und wird nicht mehr als das wahrgenommen,
was es eins war.
Nun kann man sich fragen, ob man eine „besudelte“ Sache lieber
verschwinden lässt, sie wegwirft, was natürlich einfach
klingt oder versucht sie wiederherzustellen, zu reinigen...
Ich glaube nicht, dass es möglich ist, das Hakenkreuz aus unserer
Welt zu verbannen, da es zu lange existiert und schon in frühester
Zeit sehr mächtig war. Symbole sind nun mal elementare Teilchen
unseres Bewusstseins, man denke an Traumsymbole, die fest im
Unterbewusstsein verankert sind, vieldeutig, einprägsam,
mächtig. Nicht daran zu denken, was passiert, wenn es nun doch
eines Tages aus unseren Köpfen verschwinden sollte und mit ihm die
Erinnerung an das Dritte Reich. Dies könnte fatale Folgen haben,
wie im schlimmsten Falle die Wiederholung des Vergessenen. „Those who
cannot remember the past are condemned to repeat it“, sagte schon
George Santayana (aus “Das Leben der Vernunft oder Die Phasen
menschlichen Fortschritts“).
Eine „Reinigung“ des Hakenkreuzes halte ich für sehr schwer, wenn
nicht ganz unmöglich. Das Hakenkreuz wieder kulturfähig
machen? Zu viel Hass, Leid, Blut und Tod klebt daran fest, als das man
es einfach wieder als Sonnensymbol verstehen könnte. In manchen
alternativen Szenen wird versucht eben dies zu schaffen. Man lässt
sich bewusst Hakenkreuze, zum Beispiel tätowieren und versucht die
Aufmerksamkeit auf den positiven Inhalt zu wenden. Ich glaube jedoch,
jeder Mensch, der die grundlegendsten Geschichtskenntnisse hat, wird es
mit dem Verbinden zu dem es die Nationalsozialisten gemacht haben.
Es ist unmöglich die Vergangenheit zu ändern, man muss zu ihr
stehen, aus ihr lernen und versuchen in Zukunft anders zu handeln.
Darum ist meiner Meinung nach die
beste Möglichkeit sich dem
„misshandelten“ Kreuz zu stellen, es als eben dies zu akzeptieren, was
es heute nun mal ist. Sobald dies verstanden und akzeptiert ist, kann
und muss es in die Öffentlichkeit getragen werden, um darauf
aufmerksam zu machen und so ein Vergessen auszuschließen. So
geschieht es beispielsweise in der Linken Szene. Durchgestrichene
Hakenkreuze, Hakenkreuze im Mülleimer und diese Bilder auf
Buttons, Aufnähern, Flyern...
Das soll nun verboten werden?
Ausdrücke der Auflehnung gegen Faschismus, Rassismus,
Nationalismus und Menschenhass im Allgemeinen – warum soll diese
grundsätzlich humane Einstellung, die durch ein z.B.
durchgestrichenes Hakenkreuz symbolisiert wird verboten werden?
Das Hakenkreuz ist existent! Man beachte Häuserwände,
Straßenschilder, Tunneldurchgänge, Nazis – wie kann man
besser seine Abneigung dagegen ausdrücken, als genau diese
durchzustreichen und in den Mülleimer zu werfen?
Ein neues Zeichen erfinden, das genau dies ausdrückt? Klingt
schön, aber es wird kein Zeichen geben, das sich über die
Welt so schnell verbreitet, wie dieses Kreuz, darum muss man es
auseinanderreißen und jedem zeigen!
Natürlich ist es schade um die älteren Menschen, die sich
erschrecken, wenn sie solch ein Hakenkreuz sehen und nicht erkennen,
dass es durchgestrichen ist, man sollte eben genauer hinsehen. Diesen
Schock, der ihnen das Hakenkreuz einverleibt, sollten sie ihren Kindern
weitergeben!
Ich bin erst lange nach dem Zweiten Welt Krieg geboren worden,
ich kann nicht sagen wie ich mich verhalten hätte, ob ich ein
Mitläufer oder ein aktiver Gegner gewesen wäre, aber ich kann
mich dem Hier und Jetzt stellen:
Ich bin ein Gegner und das zeig ich indem ich dieses Kreuz
durchstreiche! Das ist das eindeutigste Zeichen dafür, dass ich
gegen Menschenhass jeglicher Art bin, selbst wenn es noch Altnazis
geben sollte, die im obersten Gerichtshof sitzen und mir verbieten
wollen meine Meinung frei zu äußern!
Mi.L.
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