Ich
habe das Buch gern gelesen, ihr Sprachstil ist locker und lebendig.
Auch die unterschiedlichen Charaktere sind nachvollziehbar.
Hätten Sie es auch ohne Irina geschafft, ihr Leben positiver und
optimistischer anzugehen?
Ich bezweifle das.
Ich habe die Angewohnheit zu viel zu grübeln und mir Sorgen zu
machen. Nur durch Sie kann ich entspannen und den lieben Gott einen
guten Mann sein lassen.
Sie sind in ihrer Autobiografie sehr ehrlich und obwohl (oder gerade
deswegen) Sie sich als Kotzbrocken darstellen – wer will schon mit
einem Mann zu tun haben, der vor Selbstmitleid zerfließt und
überheblich wirkt – gefällt mir das Buch. Sehr mutig!
Gibt es diesen Sebastian noch oder hat sich da etwas geändert?
In mir wohnen wie in
jedem Menschen zwei Seelen. Nur ich spreche offen darüber und
unterdrücke meine Aggressionen nicht. Wenn ich jemanden nicht
leiden kann, dann sage ich Ihm das. Und wenn mich im Gespräch
jemand langweilt drehe ich mich um. Ich habe keine Lust mich krumm zu
machen. Aber wenn jemand Charme und Esprite hat, bin ich die
Freundlichkeit in Person. Da es so etwas aber selten gibt, hängen
mir die Menschen meist zum Halse raus.
Sie haben ihr Buch „helden von heute“ über Book-on-Demand
verlegen lassen.
Hatten Sie sich vorher darum bemüht, das Buch einem Verlag
anzubieten?
Natürlich! Es
ist der Wunsch jedes Autoren einen Verlag für sich zu gewinnen.
Nur passte mein Buch nicht in den Mainstream der Verlage.
Wurde das Cover und das Layout von Ihnen gestaltet?
Ich habe die Vorlage
erarbeitet und es wurde von BoD noch mal überarbeitet. Sie haben
einfach die besseren Programme und Mitarbeiter.
Seit wann ist ihr Buch auf dem Markt und wo kann man es erwerben?
Um genau zu sein seit
dem 06.12.2006. Es ist in jedem Onlinebuchhandel erhältlich und
normalerweise innerhalb eines Tages in der Buchhandlung, wenn Sie es
bestellen.
Wieviele Exemplare haben Sie seitdem verkauft – mal abgesehen von
Freunden und Bekannten?
Das geht nur das
Finanzamt was an (lach). Über solche Daten, schweigt man lieber in
der Öffentlichkeit. Das wurde mir zumindest von einem befreundeten
Autor geraten.
Es besteht ein allgemeines Misstrauen gegenüber BoD-Büchern,
da etliche Hobby-Autoren
ihre Bücher dort anbieten, die keinerlei Qualitätskontrolle
unterworfen sind. Es fehlen die orthographische Korrektur, eine
prägnante Cover-Gestaltung und ein marktwirtschaftlich
durchdachter Titel.
Wie denken Sie darüber?
Es kommt drauf an,
was man bereit ist zu zahlen. Für das Basis-Angebot, bekommen Sie
natürlich nichts Besonderes. Aber wenn man bereit ist zu
investieren, wird die Qualität erheblich besser.
Der Vorteil eines Verlages ist die Qualitätskontrolle und
darüber hinaus brauchen sich die Autoren nicht um das Marketing
kümmern. Der Kunde findet ihr Buch nicht im Regal einer
Buchhandlung und so ist ein Spontan-Kauf nicht möglich.
Was unternehmen Sie, damit ihr Buch dennoch bekannt wird?
Ich habe meine eigene
Website www.helden-von-heute.de.tl und betreibe den Hauptteil der
Werbung im Internet mit Pop-Ups etc… diese Werbung ist schon für
wenig Geld zu haben. Ich hatte auch schon einen kleinen Fernsehauftritt
bei einem Regionalsender. Aber es ist natürlich schon viel Arbeit.
Welche Kosten sind Ihnen bei BoD für ihr Buch entstanden?
Also für 1.000 Euro
bekommen Sie das qualitative Niveau meines Buches.
Wussten Sie, dass der Verband deutscher Schriftsteller keine Autoren
aufnimmt, die ausschließlich über Zuschussverlage
veröffentlicht werden?
Das ist mir bekannt.
Aber für mich war dies nur der erste Schritt für weitere
Bücher. Vielleicht finde ich ja einen Verlag. Im übrigen
können die Werke von BoD – Autoren meines Wissens nach, jederzeit
von Verlagen übernommen werden. Um noch einmal auf den Verband
zurückzukommen. Ich bin Einzelgänger und weiß nicht ob
ich überhaupt da rein passen würde.
Ja, mit viel Glück wird ein gutes Buch bei BoD von anderen
Verlagen entdeckt.
Die Aufnahme in einen Schriftsteller-Verband öffnet die Türen
zu Verlagen. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Es gibt interne BoD-Bestsellerlisten. Ist Ihr Buch dort zu finden?
Es war glaube ich
kurzzeitig drauf. Ich habe im Moment aber wenig Zeit, dies zu
beobachten. Das zweite Buch nimmt mich ziemlich in Anspruch. Ebenso die
Ideen für die nächsten Bücher.
Gab es Hürden, Missverständnisse bei den Verhandlungen mit
BoD oder waren Sie mit dem Service zufrieden?
Ich bin sehr
zufrieden und man hat sich mir gegenüber immer sehr loyal
verhalten.
Es gibt also bereits ein weiteres Manuskript. Würden Sie das auch
wieder bei BoD verlegen lassen?
Ja „Der Schnitter“
ist bald fertig. Es handelt von einem Lehrer in dem die Seele des
Gilles de Rais wieder aufersteht. Dieser war ein Kampfgefährte von
Jeanne d‘ Arc und Marschall von Frankreich. Er wurde später zum
Massenmörder an hunderten von Kindern. Sozusagen ein Freddy
Krueger des Mittelalters. Und Gilles erscheint nun in der Gestalt des
Henning von Ehrenhain wieder auf der Bühne der Welt. Aber ich
hoffe, dass ich für den Schnitter einen Verlag finde. Das
wäre schon ein Traum von mir.
Das hört sich sehr spannend an. Ich wünsche Ihnen von Herzen,
dass ihr Traum wahr wird.
Kampfbereit genug sind Sie ja!
Vielen Dank für die ehrliche Beantwortung meiner Fragen.
La.L.
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