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Ruanda-Uganda:
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Reise-Tagebuch über Ruanda und Uganda im November 2005 II

Korallen-BlüteAm nächsten Tag stand eine Wanderung zu 3 Wasserfällen an. Unterwegs haben wir viele Diademmeerkatzen, Dunkle Weißnasen- Meerkatzen und L’Hoest-Meerkatzen gesehen, und zwei riesige Schnecken mit ca. 15 cm großen Häusern. Schimpansen haben wir nur gehört. Wir sind am Munyaga River entlang gegangen über drei abenteuerliche Brücken. Die Wasserfälle selbst waren ganz nett. Nur ein kurzer Weg zu den Wasserfällen, etwa ½ Stunde, war etwas matschig und steil, sonst war der ganze Weg ziemlich eben und sehr schön.

Vom Bwindi National Park sind wir zum Queen Elizabeth National Park aufgebrochen, unserer letzten Station, wo wir auch drei Tage bleiben wollten. Schon bald nach der Abfahrt veränderte sich das Landschaftbild total. Die Berge wichen zurück, wurden durch sanfte Hügel abgelöst und schließlich fuhren wir durch eine weite Ebene, eine Savannenlandschaft, so wie man sich Afrika vorstellt. Aber es war viel grüner, als ich es von meinen früheren Afrika-besuchen kannte. Ich war allerdings noch nie während der Regenzeit hier gewesen.

Paviane


Zuerst haben wir eine große Familie Paviane gesehen, die über die Straße marschierten.







Kurz hinter Ishasha konnten wir in einem großen Feigenbaum drei Baum-Löwen beobachten. Es war ein wunderschönes Erlebnis. Lange standen wir im Auto und sahen ihnen zu.

LöwinLöwe
Löwe
Unterwegs haben wir viele Antilopen und Büffel gesehen. Bei einem Rastplatz am Ishasha River haben wir unser mitgebrachtes Lunch gegessen. Der Fluss bildet die Grenze zum Kongo. In einiger Entfernung lagen viele Nilpferde im Wasser. Ehe wir die Mweya Lodge erreichten sahen wir viele kleine Elefantenherden, Wasserböcke, Buschböcke, Uganda Kobs, Warzen-Schweine und ein Nilpferd, das weitab vom Wasser weidete.
ElefantenElefanten

Die Lodge liegt auf einer kleinen Halbinsel im Lake Edward. Von hier verbindet der Kazinga Channel den Lake Edward mit dem Lake George. Der Lake Edward ist 80 km lang und 50 km breit. Mittendurch geht die Grenze zum Kongo.

Lake EdwardDie Mweya Lodge ist sehr schön gelegen, hat einen Swimmingpool, fließendes warmes Wasser und Strom. Von unserer Terrasse aus kann man am gegenüberliegenden Ufer Büffel, Elefanten, Hippos und Wasservögel beobachten.
Warzenschweine
Ihren Namen verdanken die Warzen- schweine ihren drei paar Gesichts- warzen. Diese Warzen sind verknorpelte Hautgebilde, die nicht mit dem Schädelknochen verwachsen sind. Ein weiteres Merkmal der Tiere sind ihre hohen Beine. Warzenschweine leben in Familienverbänden. Ihre Körperhaltung während der Nahrungsaufnahme ist charakteristisch. Es sieht so aus, als würden die Schweine ein knieende Haltung einnehmen. Dazu lassen sich die Tiere auf die Handgelenke nieder.



Gerade sind ein paar Warzenschweine direkt vor uns entlangspaziert, ein großer Waran ist in die Gegenrichtung gelaufen und ein Adler landete auf einem Kandelaberbaum genau vor uns.

Kalanderbaum

Der Kandelaberbaum ist ein Riesenkaktus


Am nächsten Morgen haben wir einen Ausflug zur Kyambura Gorge gemacht. Wir sind in die Schlucht hinab gestiegen und sind durch den Wald gewandert. Wir haben Paviane gesehen, die sich in den Bäumen gejagt haben. Schimpansen veranstalteten einen Riesenkrach. Einen haben wir auch gesehen, die anderen waren am anderen Flussufer. Da wollten wir auch hin. Wir mussten ein Stück am Fluss entlang gehen, dann konnten wir mit einem Boot übersetzen. Es war ein abenteuerliches Boot. Es bestand aus ein paar leeren, zusammengebundenen Fässern mit einem Eisengitter drüber. An einem Tau konnte man sich auf die andere Seite ziehen. Ziemlich abenteuerlich war auch das Ein- und Aussteigen. Es ging einen sehr steilen Abhang runter bzw. hoch. Jedenfalls, als wir auf der anderen Flussseite angekommen waren, waren die Schimpansen inzwischen hinübergewechselt. Wir haben nur eine Mutter mit Baby gesehen, die zurück geblieben war, aber sie war schlecht zu beobachten, weil sie ganz hoch in den Bäumen aufhielt und durch das Laub verdeckt wurde. Also haben wir das gleiche Spiel mit dem Boot gespielt und sind wieder zum Ausgangspunkt zurück. Nun konnten wir doch noch drei Schimpansen  in den Bäumen entdecken. Abends machten wir eine Pirschfahrt. Doch wir konnten auch nicht viel mehr sehen, als schon auf dem Weg zur Lodge.

 Den letzten Tag im Queen Elizabeth National Park verbrachten  wir morgens im Maramagambo Forest. Ein sehr guten Guide, der wirklich viel über die Tiere und Pflanzen wusste, begleitete uns. Wir sind gut eine Stunde auf einem schönen ebenen Weg durch den Wald bis zur Bat Cave gelaufen. Es war unglaublich toll. Die Höhle war nicht so groß, hatte aber mehrere Etagen, und an den Decken hingen Tausende von Fledermäusen, viele sind herum geschwirrt. Es war ständig alles in Bewegung, und der Krach war unglaublich.  Man konnte sie aus allernächster Nähe beobachten. Es waren auch kleine Babies dabei, die an ihren Müttern hingen. In einer Nische in der Höhle lagen zwei große schlafende Pytons.

Anschließend sind wir zur blauen Lagune gelaufen. Ein kleiner See, dessen Wasser blau ist. Kemal hat uns sieben Theorien erzählt, warum das Wasser Blau ist, aber welches die richtige ist, das wissen die Götter.

Spät am Nachmittag fuhren wir mit einem  Boot auf dem Kazinga Channel. Wir haben ein paar Elefanten gesehen, viele Büffel und Flusspferde und Unmengen Vögel. Es war eine schöne Fahrt, aber das Boot war sehr voll. Ungefähr 50 Leute befanden sich an Bord.

Der Afrikanische Büffel (auch Kaffernbüffel genannt)
kann eine Schulterhöhe von 1,70 m und ein Gewicht von ca. 1000 kg erreichen.
Den alten Namen "Kaffernbüffel" sollte man jedoch nicht mehr benutzen, "Kaffer" ist eine abfällige Bezeichnung der Weißen für Schwarze.
Da der wissenschaftliche Name "Artepithet caffer"
bereits fest geschrieben ist, darf er jedoch laut ICZN (International Code of Zoological Nomenclature)
nicht geändert werden.
Wasser-Büffel
Die alten Büffel leben als Einzelgänger und sind wegen ihrer teuer gehandelten Hörner ein beliebtes Jagdobjekt. 
Das Flusspferd wird auch Nilpferd genannt.
Die Bezeichnung Nilpferd lässt sich auf die ersten entdeckten Exemplare am Nil zurückführen, leitet aber fehlt, da sie einen viel größeren Verbreitungsraum besitzen und heute am Nil vollständig ausgerottet sind. Aber auch der Name Flusspferd (Hippo = Pferd; potamus=Fluss) ist nicht viel besser, da das Flusspferd eher mit den Schweinen als den Pferden verwandt ist.


Flusspferde
Flusspferde haben eine mehrere Zentimeter dicke Haut, die zum Temperaturausgleich im Wasser bzw. an der Sonne dient. Die Haut ist unbehaart, nur am Kopf und am Schwanz finden sich kleine Borsten. Flusspferde schwitzen nicht, sondern aber einen rötlichen Schleim auf der Haut ab, welcher dafür sorgt, dass ihre Haut auch außerhalb des Wassers immer feucht bleibt. Zugleich scheint dieser Schleim eine desinfizierende Wirkung zu besitzen.



Sie sind in der Lage sehr laute Töne, vor allem Schnaufgeräusche, von sich zu geben und sind über Kilometer weit zu hören. 100 Dezibel werden von einem Bullen leicht übertroffen.



Der Tag der Heimreise bestand nur aus Fahren und Warten. Bis nach Kampala waren wir etwa 6 Stunden unterwegs. Am Äquator legten wir eine Pause ein. Man konnte sich fotografieren lassen, wie man mit einem Bein auf der Nord- und mit einem auf der Südhalb-kugel der Erde steht. Kampala ist nicht besonders schön, sondern groß, laut und schmutzig. In Entebbe suchten wir noch unser Hotel, das direkt am Viktoriasee lag. Leider konnten wir es gar nicht so auskosten, weil wir nur 1 ½ Stunden Zeit hatten, bevor wir abgeholt wurden, um zum Flughafen zufahren

Marga Fiedler-Scholz.


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