Kurz
hinter Ishasha konnten wir
in einem
großen
Feigenbaum drei Baum-Löwen beobachten. Es war ein
wunderschönes
Erlebnis.
Lange standen wir im Auto und sahen ihnen zu.
 
Unterwegs
haben wir viele Antilopen und Büffel gesehen. Bei einem Rastplatz
am
Ishasha River haben wir unser mitgebrachtes Lunch gegessen. Der Fluss
bildet die Grenze zum Kongo. In einiger Entfernung lagen viele
Nilpferde im Wasser. Ehe wir die Mweya Lodge erreichten sahen wir viele
kleine Elefantenherden, Wasserböcke, Buschböcke, Uganda Kobs,
Warzen-Schweine und ein Nilpferd, das weitab vom Wasser weidete.
 
Die Lodge liegt auf einer kleinen Halbinsel im
Lake Edward. Von hier
verbindet der Kazinga Channel den Lake Edward mit dem Lake George. Der
Lake Edward ist 80 km lang und 50 km breit. Mittendurch geht die Grenze
zum Kongo.
Die Mweya Lodge ist sehr schön
gelegen, hat einen
Swimmingpool, fließendes warmes Wasser und Strom. Von unserer
Terrasse
aus kann man am gegenüberliegenden Ufer Büffel, Elefanten,
Hippos und
Wasservögel beobachten.

Ihren
Namen verdanken die Warzen- schweine ihren drei paar Gesichts- warzen.
Diese Warzen sind verknorpelte Hautgebilde, die nicht mit dem
Schädelknochen verwachsen sind. Ein weiteres Merkmal der Tiere
sind ihre hohen Beine. Warzenschweine leben in Familienverbänden.
Ihre Körperhaltung während der Nahrungsaufnahme ist
charakteristisch. Es sieht so aus, als würden
die Schweine ein knieende Haltung einnehmen. Dazu lassen sich die Tiere
auf die Handgelenke nieder.
Gerade sind ein paar Warzenschweine
direkt
vor
uns entlangspaziert, ein großer Waran ist in die Gegenrichtung
gelaufen
und ein Adler landete auf einem Kandelaberbaum genau vor uns.
Der Kandelaberbaum ist ein Riesenkaktus
Am nächsten Morgen haben wir einen Ausflug zur Kyambura Gorge
gemacht.
Wir sind in die Schlucht hinab gestiegen und sind durch den Wald
gewandert. Wir haben Paviane gesehen, die sich in den
Bäumen gejagt haben. Schimpansen veranstalteten einen Riesenkrach.
Einen haben wir auch gesehen, die anderen waren am anderen Flussufer.
Da wollten wir auch hin. Wir mussten ein Stück am Fluss entlang
gehen,
dann konnten wir mit einem Boot übersetzen. Es war ein
abenteuerliches
Boot. Es bestand aus ein paar leeren, zusammengebundenen Fässern
mit
einem Eisengitter drüber. An einem Tau konnte man sich auf die
andere
Seite ziehen. Ziemlich abenteuerlich war auch das Ein- und Aussteigen.
Es ging einen sehr steilen Abhang runter bzw. hoch. Jedenfalls, als wir
auf der anderen Flussseite angekommen waren, waren die Schimpansen
inzwischen hinübergewechselt. Wir haben nur eine Mutter mit Baby
gesehen, die
zurück geblieben war, aber sie war schlecht zu beobachten, weil
sie
ganz hoch in den Bäumen aufhielt und durch das Laub verdeckt
wurde. Also
haben
wir das gleiche Spiel mit dem Boot gespielt und sind wieder zum
Ausgangspunkt zurück. Nun konnten wir doch noch drei
Schimpansen
in den Bäumen entdecken. Abends machten wir eine Pirschfahrt. Doch
wir konnten auch nicht viel mehr sehen, als schon auf dem Weg zur Lodge.
Den letzten Tag im Queen Elizabeth National Park
verbrachten wir morgens im Maramagambo Forest. Ein sehr guten
Guide, der
wirklich viel über die Tiere und Pflanzen wusste, begleitete uns.
Wir sind gut
eine
Stunde auf einem schönen ebenen Weg durch den Wald bis zur Bat
Cave
gelaufen. Es war unglaublich toll. Die Höhle war nicht so
groß, hatte aber mehrere Etagen, und an den Decken hingen
Tausende von
Fledermäusen, viele sind herum geschwirrt. Es war ständig
alles in
Bewegung, und der Krach war unglaublich. Man
konnte
sie aus allernächster Nähe beobachten. Es waren auch kleine
Babies
dabei, die an ihren Müttern hingen. In einer Nische in der
Höhle
lagen
zwei große schlafende Pytons.
Anschließend sind wir zur blauen Lagune gelaufen. Ein kleiner
See, dessen
Wasser blau ist. Kemal hat uns sieben Theorien erzählt, warum das
Wasser Blau ist, aber welches die richtige ist, das wissen die
Götter.
Spät am Nachmittag fuhren wir mit einem Boot auf dem Kazinga
Channel.
Wir haben ein paar Elefanten gesehen, viele Büffel und Flusspferde
und
Unmengen Vögel. Es war eine schöne Fahrt, aber das Boot
war sehr
voll. Ungefähr 50 Leute befanden sich an Bord.
Der Afrikanische Büffel (auch
Kaffernbüffel genannt)
kann eine Schulterhöhe von 1,70 m und ein Gewicht von ca. 1000 kg
erreichen.
Den alten Namen "Kaffernbüffel" sollte man jedoch nicht mehr
benutzen, "Kaffer" ist eine abfällige Bezeichnung der Weißen
für Schwarze.
Da der wissenschaftliche Name "Artepithet caffer"
bereits fest geschrieben ist, darf er jedoch laut ICZN (International
Code of Zoological Nomenclature)
nicht geändert werden.

Die alten
Büffel
leben als Einzelgänger und sind wegen ihrer teuer gehandelten
Hörner ein beliebtes Jagdobjekt.
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Das Flusspferd wird auch Nilpferd
genannt.
Die Bezeichnung
Nilpferd lässt sich auf die ersten entdeckten Exemplare
am Nil zurückführen, leitet aber fehlt, da sie einen viel
größeren
Verbreitungsraum besitzen und heute am Nil vollständig ausgerottet
sind. Aber auch der Name
Flusspferd (Hippo = Pferd;
potamus=Fluss) ist
nicht viel besser, da das Flusspferd eher mit den Schweinen als den
Pferden verwandt ist.

Flusspferde
haben eine mehrere Zentimeter dicke Haut, die zum
Temperaturausgleich im Wasser bzw. an der Sonne dient. Die Haut ist
unbehaart, nur am Kopf und am Schwanz finden sich kleine Borsten.
Flusspferde schwitzen nicht, sondern aber einen rötlichen Schleim
auf der Haut ab, welcher dafür sorgt, dass ihre Haut auch
außerhalb des Wassers immer feucht bleibt. Zugleich scheint
dieser Schleim eine desinfizierende Wirkung zu besitzen.
Sie sind in der Lage sehr laute Töne, vor allem
Schnaufgeräusche, von sich zu geben und sind über Kilometer
weit zu hören. 100 Dezibel werden von einem Bullen leicht
übertroffen.
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Der Tag der Heimreise bestand nur aus Fahren und Warten. Bis nach
Kampala waren wir etwa 6 Stunden unterwegs. Am Äquator legten wir
eine
Pause ein. Man konnte sich fotografieren lassen, wie man mit einem
Bein auf der Nord- und mit einem auf der Südhalb-kugel der Erde
steht.
Kampala ist nicht besonders schön, sondern groß, laut und
schmutzig. In
Entebbe suchten wir noch unser Hotel, das direkt am Viktoriasee lag.
Leider konnten wir es gar nicht so auskosten, weil wir nur 1 ½
Stunden
Zeit hatten, bevor wir abgeholt wurden, um zum Flughafen zufahren
Marga Fiedler-Scholz. |